Clips von Muttersprachlern zu diesem Thema gibt es in Arabisch und Farsi – auch zum Herunterladen.
(Die Inhalte sind nahezu identisch mit den jeweiligen deutschen Texten.)

50 Tage nach Ostern – zum Pfingstfest – erinnern sich Christen daran, dass der von Jesus versprochene Heilige Geist auf die Erde gekommen ist. Weil Pfingsten fest in der christlichen Tradition Deutschlands verwurzelt ist, ist auch der Pfingstmontag ein Feiertag, an dem die Geschäfte geschlossen sind.

Pfingsten: Der biblische Hintergrund

Jean II Restout: „Pfingsten“
Jean II Restout: „Pfingsten“

Pfingsten geht zurück auf einen Bericht im Neuen Testament. In Jerusalem, einem kulturellen Zentrum des römischen Reiches, trafen sich viele Menschen, um gemeinsam ein Fest zu feiern. Die Freunde von Jesus hatten sich in einem Haus versammelt, als etwas Seltsames und Wunderbares geschah. Die Bibel berichtet:

„Plötzlich hörte man ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem die Jünger waren. Dann sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurde vom Geist Gottes erfüllt und begannen in verschiedenen Sprachen zu reden, jeder wie es ihm der Geist Gottes eingab.“ (Apostelgeschichte 2, 2-4) Und die vielen Menschen, die nach Jerusalem gekommen waren, waren sehr erstaunt und riefen: „Die Leute, die da reden, sind doch alle aus Galiläa! Wie kommt es, dass wir sie in unserer Muttersprache reden hören?“ (Apg. 2, 6-8)

Mit Pfingsten breitet sich die Botschaft von Jesus in alle Welt aus

Zu Pfingsten erhielten die Christen den Heiligen Geist. Das bedeutet: Gott lebt in ihnen. Die kleine ängstliche Gruppe von Jüngern sprach plötzlich in verschiedenen Sprachen von Gottes großen Taten. Von nun an sollten alle Menschen auf der Welt von der großen Liebe Gottes hören. Schnell sprach sich diese gute Nachricht herum. Viele Menschen kehrten ihrem alten Leben den Rücken. Bei Gott konnten sie ihre Schuld loswerden. Sie wollten nun ein neues Leben anfangen. Regelmäßig kamen sie zusammen, um mehr über Jesus zu lernen. Sie feierten miteinander und waren wie eine große Familie. Pfingsten war somit der Geburtstag der weltweiten christlichen Gemeinde oder Kirche. Diese bestand von Anfang an aus Menschen unterschiedlicher Herkunft.   

Pfingsten heute

Foto: siepmannH, pixelio.de

Seit dem dritten Jahrhundert wird das Pfingstfest gefeiert. Immer am fünfzigsten Tag nach Ostern. Fünfzig heißt im Griechischen „pentecoste“, und von daher leitet sich der Name „Pfingsten“ ab. In Deutschland ist Pfingsten ein „doppelter“ Feiertag. Es gibt den Pfingstsonntag und den Pfingstmontag. An diesen Tagen finden oft Gottesdienste im Freien statt. Man trifft sich in der Natur, denn der Sommer kommt immer näher.

Im Gegensatz zu Weihnachten und Ostern gibt es zum Pfingstfest nur wenige Bräuche: Kirchen werden mit jungem Birkengrün geschmückt. Oft geht man auf Pfingstwanderungen, und in manchen Gegenden Deutschlands werden Pfingstfeuer entzündet. Im dörflichen Leben führte man zu Pfingsten erstmals das Vieh auf die Weide oder trieb es auf die Wiesen. Dabei gibt es oft einen „Pfingstochsen“. Dies war ein bunt geschmückter Ochse, der die Rinderherde bergauf führte. Manche der alten Bräuche gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr oder nur noch selten.

Als Fest des Heiligen Geistes ist es auch ein Fest der Hoffnung und der Freude. Und beides können wir auch heute in unserer Welt gut gebrauchen!  

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