Nicht alle Asylsuchenden werden in Deutschland anerkannt. Wenn eine drohende Abschiebung ungerechtfertigt erscheint oder dem Abgeschobenen in seinem Heimatland Gefängnis, Folter oder dergleichen drohen, können sich Gemeindeglieder auf verschiedene Weise einsetzen.

Petitionen
Nach Artikel 17 des Grundgesetzes hat jeder das Recht, sich schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die Volksvertretung zu wenden. Die Bitte um die Aussetzung der Abschiebung muss an den Petitionsausschuss des jeweiligen Bundeslandes gerichtet werden. Der Antrag muss gut begründet sein. Hilfreich sind Unterstützerschreiben von Personen, die den Flüchtling gut kennen.

Härtefallkommission
Sollte der Petitionsantrag scheitern, besteht die Möglichkeit, sich an die Härtefallkommission des zuständigen Bundeslandes zu wenden. Die Mitglieder der Kommission können in einzelnen humanitären Notfällen ein Ersuchen an die Integrationsminister richten, die evtl. dem Ersuchen stattgeben können.

Kirchenasyl
Als letzte Möglichkeit kann eine Gemeinde Kirchenasyl gewähren. Dabei müssen die Umstände des Einzelfalls und die rechtlichen Konsequenzen für Flüchtlinge und Gemeinde genau geprüft werden. Fachliche Beratung vorher ist absolut notwendig.

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