Im Februar beginnt in Deutschlands Geschäften eine Zeit der Eier und Hasen aus Schokolade. Dies sind Vorboten des Osterfestes, das in der westlichen Kultur tief verwurzelt ist. Es hat kein festes Datum im Jahr. Der Ostersonntag folgt immer auf den Frühlingsvollmond – das ist meist Ende März oder Anfang April.

Für Christen gehört die Zeit von Karfreitag, dem Freitag vor Ostern, bis zum Ostermontag zu den höchsten Feiertagen im Jahr. In Deutschland sind Karfreitag und Ostern bis zum Ostermontag gesetzliche Feiertage, an denen die Geschäfte geschlossen sind. Eier und Hasen symbolisieren neues Leben und Auferstehung. Auch die Natur erwacht, es wird Frühling – eine ideale Zeit für ein Fest der Auferstehung.

Traditionen in Deutschland

Viele Osterbräuche erinnern an die christlichen Wurzeln. Allerdings haben sie ihre christliche Bedeutung für viele Menschen inzwischen verloren. So sind die rund sieben Wochen vor Ostern ursprünglich eine Fastenzeit, in der sich Christen traditionell auf Ostern vorbereiten. Manche verzichten vollständig auf Nahrung, auf bestimmte Lebensmittel oder auf andere Dinge, um sich wieder auf das Wesentliche – auf Jesus – zu konzentrieren. Und auch wenn die Süßigkeiten bereits während der Fastenzeit in den Läden stehen: Verzicht ist in der Fastenzeit vor Ostern verbreitet.

Gründonnerstag und Karfreitag

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Am Donnerstag vor Ostern, dem Gründonnerstag, denken Christen an den letzten Abend, den Jesus mit seinen Freunden verbracht hat. Davon berichtet das Neue Testament der Bibel. Bei diesem so genannten letzten Abendmahl spricht Jesus über sein bevorstehendes Leiden und teilt Brot und Wein, damit sich seine Freunde und später alle Christen an ihn erinnern und mit ihm Gemeinschaft erleben können. Am selben Abend wurde Jesus verhaftet.

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Jesus wurde verhört, gefoltert und schließlich zum Tod verurteilt. An die Vollstreckung des Todesurteils und die grausame Kreuzigung erinnern Christen am Karfreitag. Schuld und Sünde trennen uns Menschen von Gott. Das lehrt die Bibel, die Gottes Wort ist. Gott ist gut, heilig und perfekt. Deshalb kann niemand vor ihm bestehen, denn jeder hat schon gesündigt. Und Sünde führt zum Tod und zu einer ewigen Trennung von Gott. Aus eigener Kraft können Menschen das nicht ändern. Bereits die Geschichte von Abrahams Sohn wies auf den kommenden Retter hin. Als Abrahams Sohn sterben sollte, hat Gott ein Opfer gesandt, das an seiner Stelle geschlachtet wurde, so dass der Sohn leben konnte.

Die Bibel macht auch deutlich, dass das Blut von Tieren nicht vor Gottes Gericht und Strafe bewahren kann. Es braucht ein reines und perfektes Opfer. Das einzige völlig sündlose und reine Wesen ist Gott selbst. So kann auch nur Gott selbst unsere Schuld beseitigen und uns Menschen retten. In der Bibel wird an vielen Stellen das Kommen eines Retters angekündigt.

Dieser Retter – der Messias – ist mehr als nur ein Mensch. Gott kommt in Gestalt des Messias selbst in die Welt. Der Prophet Jesaja sagt 750 Jahre vor Jesus voraus, dass der Messias sich für unsere Schuld opfern wird wie ein Opferlamm. Als der Prophet Johannes der Täufer Jesus das erste Mal sah, sagte er: Das ist Gottes Opferlamm, das die Sünde der Welt wegnimmt!

Jesus macht den Weg zu Gott frei

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So hat Jesus durch seinen Tod die Schuld der Gläubigen weggenommen und durch seine Auferstehung den Weg zu Gott, dem Vater, frei gemacht. Im Neuen Testament wird berichtet, dass der Vorhang im Tempel mit dem Tod von Jesus zerriss. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch nun durch Jesus Christus in einer persönlichen Beziehung zu Gott, dem Vater, leben kann. In Jesus haben wir Menschen eine sichere Rettung und werden ewig bei Gott sein. Die Ereignisse an Karfreitag sind also kein Unfall oder gar ein Sieg des Bösen. Gott plante das schon lange vorher, wie man zum Beispiel im 22. Psalm des Propheten David, beim Propheten Jesaja im 53. Kapitel oder im Evangelium des Johannes im 10. Kapitel nachlesen kann.

Sie könnten gehört haben, dass Judas und nicht Jesus gekreuzigt wurde. Dies ist mit keiner historischen Quelle belegbar und widerspricht den Aussagen von Jesus, der mehrfach seinen Tod angekündigt hat.
Falls Sie gehört haben, dass Christen das Kreuz anbeten, so ist das nicht richtig. Christen beten nur Gott allein an.

Ostersonntag – die leibhaftige Auferstehung

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Am Ostersonntag erinnern sich die Christen besonders daran, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Christen glauben, dass Jesus nicht tot blieb, sondern dass er den Tod besiegt hat, wie er es mehrmals vorhergesagt hat. Ein Beispiel dafür steht im Matthäusevangelium im 12. Kapitel, wo Jesus seinen Tod und seine Auferstehung mit Jona vergleicht, der drei Tage im Bauch eines Fisches war.

Manche Menschen zweifeln an der Echtheit des Todes und der Auferstehung von Jesus. Viele Propheten Gottes haben in den Heiligen Schriften das Kommen, Leiden, Sterben und die Auferstehung des Messias angekündigt. Im Leben von Jesus haben sich diese Prophezeihungen erfüllt.
Auch außerhalb der Bibel gibt es viele Hinweise auf diese Ereignisse, wie etwa in römischen Geschichtsberichten. Tod und Auferstehung von Jesus sind gesicherte historische Tatsachen. Der Wissenschaftler Josh MacDowell z.B. wollte das Christentum widerlegen. Doch gerade aufgrund seiner Nachforschungen ist er schließlich selbst Christ geworden und hat seine Forschungsergebnisse in dem Buch „Die Tatsache der Auferstehung“ niedergeschrieben.

Die damaligen Machthaber hatten selbst Angst, dass Jesus auferstehen würde. Deshalb ließen sie das Grab amtlich versiegeln und bewachen. Da sie aber seinen Leichnam nicht mehr präsentieren konnten, muss Jesus tatsächlich körperlich auferstanden sein. Wäre das nicht der Fall, so wäre der Glaube an ihn sinnlos.
Jesus wurde nach seiner Auferstehung von vielen Menschen gesehen und er hat z.B. Fisch gegessen. Thomas, einer der 12 Jünger von Jesus glaubte nicht daran, dass Jesus auferstanden sei. Erst als er Jesus sah und seine Wunden berühren durfte, glaubte er es.

Den sicheren Glauben an die leibliche Auferstehung und die Freude darüber bezeugen weltweit viele Christen am Ostersonntag mit einem Gruß der entsprechend beantwortet wird: „Der Herr ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Weitere Informationen

Wenn Sie mehr über Ostern wissen möchten, dann können Sie sich z.B. einen so genannten Ostergarten in Ihrer Nähe anschauen (www.sinnenpark.de). Dort wird die Geschichte von Jesus von Gründonnerstag bis Ostersonntag anschaulich gezeigt und erlebbar gemacht. Und natürlich können Sie gern einen Gottesdienst in Ihrer Nähe am Ostersonntag besuchen.

Viele Gemeinden veranstalten Osterspaziergänge und frühstücken gemeinsam. Bei all diesen Aktionen sind auch Gäste willkommen, die keine Christen sind. Besuchen Sie doch einmal solch einen Gottesdienst – vielleicht mit demjenigen, der Sie auf Deutschland-Begleiter.de hingewiesen hat.

Wo Sie in Ihrer Umgebung Menschen finden, die Ihnen auch im Verstehen des christlichen Glaubens weiterhelfen können, erfahren Sie auf der Kontaktseite von Deutschland-Begleiter.de.

Übrigens: Wenn Sie zu Ostern sehen sollten, dass Kinder im Garten oder in der Wohnung nach Süßigkeiten suchen – auch das gehört zum Osterfest. Das Verstecken und Suchen von Süßigkeiten und kleinen Geschenken ist einfach eine schöne Tradition, die die Deutschen zu Ostern pflegen.

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