Jesus wird in den Himmel aufgenommen

Vierzig Tage nach Ostern folgt ein weiterer Feiertag, an dem die Christen das Fest „Himmelfahrt“ feiern. Es erinnert daran, dass Jesus nach seiner leiblichen Auferstehung nicht auf der Erde geblieben ist. Er kehrte vor den Augen seiner Freunde zurück zu seinem Vater – direkt in den Himmel. Lukas beschreibt dies im 24. Kapitel seines Evangeliums: „Jesus führte seine Jünger aus der Stadt hinaus nach Bethanien. Dort erhob er die Hände, um sie zu segnen. Und während er sie segnete, entfernte er sich von ihnen und wurde zum Himmel emporgehoben. Sie aber warfen sich vor ihm nieder. Dann kehrten sie voller Freude nach Jerusalem zurück.“

Von nun an ist Jesus nicht mehr sichtbar bei den Menschen. Er ist jetzt bei Gott, dem Vater im Himmel. Und von dort aus wird er am Ende der Zeit auch wieder sichtbar auf die Erde zurückkommen. Seit Himmelfahrt ist Jesus von jedem Menschen auf der Welt im Gebet ansprechbar. Aber er lässt seine Freunde auch auf der Erde nicht allein. Er sendet ihnen den Heiligen Geist. Dadurch kann Jesus jedem einzelnen Gläubigen ganz nahe sein. Dieses Kommen des Heiligen Geistes feiern Christen mit dem Pfingstfest.

Himmelfahrt: Ein vergessenes Fest

Taube

Viele Menschen wissen heute nicht mehr, was sie mit dem Himmelfahrtsfest anfangen sollen. Zwar ist es in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag, aber viele haben ihn zum „Vatertag“ umfunktioniert, an dem manche Männer Ausflüge machen, die oft mit viel Alkohol verbunden sind.

Früher gab es auch verschiedene Bräuche an diesem Tag, vor allem unter den Bauern. Man bat an diesem Tag besonders um eine gute Ernte. Gegessen wurde an diesem Tag vor allem „fliegendes Fleisch“, so zum Beispiel gefüllte Tauben. Auch vogelförmig gebackene Brote erinnerten daran, dass dieser Tag ein etwas anderer war.

An Himmelfahrt feiern die Christen Gottesdienste, manche sogar an öffentlichen Plätzen im Freien. Auch zu solchen Gottesdiensten sind Besucher herzlich willkommen – egal, ob sie Christen sind oder nicht. 

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